Schönwerth Franz Xaver

Name Franz Xaver Schönwerth
geboren 16.07.1810 (Amberg)
gestorben 24.07.1886 (München)
Beruf Volkskundler, Ministerialrat, Germanist, Sprachkundler, Volkskundler
Friedhof Alter Nördlicher Friedhof
Straße Schönwerthstraße
Lage 001-12-5/6
Wikipedia Franz_Xaver_Schönwerth
Franz Xaver Schönwerth wurde 76 Jahre alt.
Nach Franz Xaver Schönwerth wurde die Straße Schönwerthstraße benannt.
<h3>Das Leben von Franz Xaver von Schönwerth</h3> <p><strong>1810</strong> - Am 16. Juli wird Franz Xaver in Amberg in der Oberpfalz als erstes von fünf Kindern des königlichen Zeichenprofessors Joseph Schönwerth und seiner Frau Josepha geboren. Er wächst in sehr bescheidenen Verhältnissen auf.</p> <p><strong>1821</strong> - Einschreibung in die„untere Abtheilung" des königlichen Gymnasiums zu Amberg. Er war durch Privatstudien auf den Schuleintritt vorbereitet worden.</p> <p>Das erste Zeugnis bestätigt ihm sehr viele Fähigkeiten, obgleich sein Fortgang noch erfolgreicher gewesen wäre, „wenn er sein gutes Talent, besonders sein vortreffliches Gedächtnis besser angewendet hätte". Seine Vorliebe für Geschichte und Sprachen kommt bereits im Zeugnis der vierten von fünf Gymnasialklassen hervor: „In der lateinischen Prosa und Geschichte, nebst Geographie ist er der erste, in den poetischen Arbeiten der vierte, im Griechischen und der Religionslehre der achte, in der Mathematik aber der vierzehnte, im allgemeinen Fortgang der zweite".</p> <p><strong>1829</strong> - Franz Xaver beendet seine Gymnasialzeit und belegt den ersten Kurs der philosophischen Sektion in der Lyzeal-Studienanstalt zu Amberg, die er als zweitbester Schüler beendet.</p> <p><strong>1832</strong> - Schönwerth beginnt mit dem Studium des Bauwesens, der Kameralistik und der Mathematik an der Königlichen Bauakademie in München. Nebenbei ist er ein begeisterter Zuhörer der Görres'schen Geschichtsvorträge.</p> <p>Er finanziert sich sein Studium selbst durch eine Hofmeisterstelle.</p> <p>Er wechselt an die juristische Fakultät der Universität weil er die hohen Studiengebühren nicht mehr aufbringen kann.</p> <p>Staatsconcurs (Erste Staatsprüfung) mit der Note „ausgezeichnet im vorzüglichen Grade"</p> <p>Schönwerth ist Rechtspraktikant bis 1840.</p> <p>Anstellung als Ratsakzessist bei der Regierung von Oberbayern.</p> <p>Stelle eines Finanz-Rechnungs-Commissariats-Accessisten mit der unglaublich geringen Remuneration von einhundert Gulden jährlich.</p> <p><strong>1845 - </strong>Er wird Privatsekretär und Vermögensverwalter des Kronprinzen Maximilian.</p> <p><strong>1847</strong> - Am 1. März wird ihm als besondere Anerkennung und Auszeichnung erst vom Kronprinzen und bald darauf von der Kronprinzessin die Verwaltung ihres Vermögens, soweit es in Capitalien und Papieren bestand, übertragen und sein Gehalt von 150 auf 200 Gulden erhöht.</p> <p>Durch vorsichtige Spekulation erhöhte er die Rente um zehn Prozent und wies, als ihm aus den Kreisen der Finanzwelt bedeutet wurde, hierbei nach Recht und Herkommen auf seinen eigenen Vorteil bedacht zu sein, diese Zumutung entschieden zurück.</p> <p><strong>1848</strong> - In der stürmischen Zeit des Jahres 1848 fuhr Schönwerth, vielleicht unnötigerweise durch eine drohende Nachricht alarmiert, das ihm anvertraute Vermögen mit vielen Kostbarkeiten, verkleidet in Handlangerkostüm, auf einem zweiräderigen Handkarren, unscheinbar verpackt, im Werte von drei Millionen, nach dem benachbarten Nymphenburg.</p> <p>Nach Regierungsantritt von König Maximilian II. wird Schönwerth Hofsekretär und Stabsrat und erhält die Vorstandschaft über die Kabinettskasse, das Referat über die verschiedenen Hofstäbe, sowie die weitere Verwaltung des königlichen Privatvermögens.</p> <p>In dieser Zeit beginnter mit seinen volkskundlichen Forschungen und Aufzeichnungen.</p> <p><strong>1851</strong> - Generalsekretär und Regierungsrat im Finanzministerium.</p> <p><strong>1852</strong> - Ministerialrat im bayerischen Finanzministerium</p> <p><strong>1856</strong> Heirat mit Maria Rath aus Neuenhammer</p> <p><strong>1857</strong> - Der erste von drei Bänden einer Sammlung mit oberpfälzischen Volksüberlieferungen erscheint. 1859 Erhebung in den persönlichen Adelsstand</p> <p><strong>1880</strong> - Eintritt in den Ruhestand</p> <p><strong>1886 - </strong>Am 24. Mai stirbt Schönwerth 75-jährig in München. Er wird auf dem alten Nordfriedhof begraben.</p> <p>Niemand weiß, wie Franz Xaver Schönwerth aussah, da es kein einziges Bild von ihm existiert.</p> <p><em>Text: Gedenktafel in Kallmünz</em></p>
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