Huber Lorenz

Name Lorenz Huber
geboren 03.1862
gestorben 03.1910
Beruf Priester, Geistlicher
Friedhof Alter Südlicher Friedhof
Straße Lorenz-Huber-Weg
Lage 27-08-28
Deutsche Biographie sfz072_00073_1.html
Lorenz Huber wurde 48 Jahre alt.
Nach Lorenz Huber wurde die Straße Lorenz-Huber-Weg benannt.

(Grab auf dem Südfriedhof, München Eingang Neuer Teil, 1. Reihe, links bei den Arkaden)

Geboren am 31.03.1862 in München

  • 1872- 1878 - Gymnasium der Jesuiten in Feldkirch/ Österreich
  • 1886 - Priesterweihe in Freising - bis
  • 1889 - Kaplan in Siegsdorf u. Freising
  • 1889 - Kaplan in St. Michael München
    Präses des Kath.Arbeitervereins München Innere Stadt
  • 1891 Verbandspräses „Süddeutscher Verband Kath. Arbeitervereine"
    Redakteur der Wochenzeitung
  • 1892 - Erstellung eines fortschrittlichen sozialen Programmes für den Verband, inspiriert durch die Sozialenzyklika „Rerum novarum":
    • Gründliche soziale Reform auf gesetzlichem Wege
    • Vollständige Bewegungsfreiheit der Arbeiter
    • Pflege des religiösen und sittlichen Lebens
    • Bildung der Arbeiter besonders in wirtschaftlichen Fragen
    • Materielle Hilfestellung durch Errichtung von Unterstützungskassen
  • 1894 - Huber gründet das erste Arbeitersekretariat in München mit
    Rechtsauskunft für die Mitglieder in Versicherungs-, Straf- und Steuerfragen
    Errichtung von Arbeitersekretariaten im ganzen Verbandsgebiet mit finanzieller Unterstützung Hubers und seiner Schwester Josefine
  • 1894 - Errichtung des ersten öffentlichen Arbeitsamtes Deutschlands in München auf Anregung
    Hubers und seiner Freunde
    Gründung des „Arbeiterwahlvereins" zur Wahrnehmung der politischen Interessen der Arbeiterschaft in der katholischen Zentrumsfraktion
  • 1895 - Huber gründet den Verein „Arbeiterschutz", der sich der Lohn und Arbeitsverhältnisse seiner
    Mitglieder annahm.
    Erste gewerkschaftliche Bewegung auf christlicher Seite in Bayern
  • 1899 - Der Schlosser Karl Schirmer, ein Weggefährte Hubers wird als erster katholischer Arbeiter
    bayerischer Landtagsabgeordneter
  • 1903 - Rücktritt Hubers als Verbandspräses aus gesundheitlichen Gründen.
    Der Verband - alle 7 bay. Diözesen, dazu die Diözesen Rottenburg, Freiburg und Speyer ist von 5000 Mitgliedern im Jahr 1891 auf mehr als 80000 im Jahr 1903 gestiegen
  • 1903 - Huber betreut die Verbandszeitschriften „Der Arbeiter", „Die Arbeiterin", den „Münchener
    Volksschriften-Verlag" und das „Katholische Sonntagsblatt" (dieses besteht heute noch!) Er unterstützt die Baugenossenschaften der Arbeitervereine, der christlichen Gewerkschaften und vor allem des „Bayerischen Eisenbahnerverbandes". Dafür opferte er sein gesamtes privates Vermögen aus elterlichem Erbe
  • 1910 - am 07. November stirbt Lorenz Huber im Alter von 48 Jahren. Ein Weggefährte urteilt über
    ihn: â €žEr war der bayerische Ketteler". Die Katholische Arbeitnehmerbewegung Deutschlands führt sein Werk bis heute weiter. Sie ehrt in ihm einen Arbeiterpriester, der das Evangelium für die Arbeiter glaubwürdig verkündete und die Solidarität mit den Unterdrückten lebte.

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Deutschlands/KAB Bayern

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